Kantine vs. Verpflegungsautomat: Was kostet was? Ein Rechenbeispiel
Die Kosten sind für die meisten Unternehmen der entscheidende Punkt bei der Frage, wie sie ihre Mitarbeitenden verpflegen. Dieser Artikel vergleicht die Betriebskantine mit dem Verpflegungsautomaten anhand eines Rechenbeispiels und nennt konkrete Orientierungspreise. Den großen Überblick über alle Modelle finden Sie in unserem kompletten Leitfaden zur Mitarbeiterverpflegung ohne Kantine.
Die kurze Antwort
Eine eigene Kantine ist in fast allen Fällen die teuerste Verpflegungsoption. Sie verursacht hohe und schwer planbare Fixkosten und wird pro Mahlzeit meist bezuschusst. Ein Verpflegungsautomat kommt dagegen mit wenigen, überschaubaren Posten aus, weil die Produkte von den Nutzenden selbst bezahlt werden und kein eigenes Personal nötig ist. Genau deshalb fällt der Vergleich für kleine und mittlere Standorte fast immer zugunsten des Automaten aus.
Was eine Betriebskantine wirklich kostet
Bei einer Kantine entstehen mehrere Kostenarten gleichzeitig, und die meisten davon fallen unabhängig von der Auslastung an:
- Einmalige Einrichtung: Küche, Großgeräte, Lüftung, Möblierung und Umbau. Je nach Größe sind das oft 50.000 bis über 100.000 Euro.
- Personal: der mit Abstand größte Kostenblock. Eine Küchenhilfe liegt bei rund 2.150 Euro brutto im Monat, eine Köchin oder ein Koch bei rund 3.280 Euro, jeweils zuzüglich Arbeitgeberanteil.
- Energie und Betrieb: Großgeräte, Kühlung, Spülmaschinen und Beleuchtung laufen täglich.
- Lebensmitteleinkauf: der Wareneinsatz liegt bei etwa 3 Euro pro Essen, dazu kommt Verderb durch schwankende Gästezahlen.
- Zuschuss pro Essen: Unternehmen subventionieren häufig 30 bis 50 Prozent der Essenskosten. Steuerfrei sind dabei bis zu 7,67 Euro pro Arbeitstag, also rund 115 Euro pro Person und Monat.
Dazu kommt das Auslastungsproblem. In der Praxis essen nur etwa 40 bis 70 Prozent der Belegschaft täglich vor Ort, an Homeoffice-Tagen noch weniger. Die Fixkosten bleiben aber gleich, die Kosten pro Mahlzeit steigen. Für Standorte unter rund 150 Mitarbeitenden steht eine eigene Kantine deshalb oft in keinem wirtschaftlichen Verhältnis.
Was ein Verpflegungsautomat kostet
Beim Verpflegungsautomaten dreht sich das Modell um. Statt großer Fixkosten gibt es wenige, transparente Posten. Die folgenden Orientierungspreise geben ein Gefühl für die Größenordnung, Local Life kalkuliert jeden Standort individuell:
- Stromkosten, die der Standort trägt: rund 20 bis 50 Euro pro Monat für einen gekühlten Automaten, je nach Nutzung.
- Standortgebühr: 250 Euro pro Monat bei unter 100 Nutzungen pro Tag.
- Reinigungspauschale für Mikrowelle und das komplette Set: 99 Euro pro Monat.
Die Produkte selbst bezahlen die Mitarbeitenden beim Kauf. Es entsteht kein eigenes Personal, keine Küche und kein Umbau.
Rechenbeispiel: ein mittlerer Standort im Vergleich
Nehmen wir einen Standort mit 80 Mitarbeitenden. Etwa die Hälfte isst täglich vor Ort, das sind rund 40 Essen pro Tag oder etwa 800 Essen im Monat. Das Beispiel ist bewusst vereinfacht und dient nur der Orientierung.
Variante Kantine (pro Monat)
- Personal für eine kleine Küche, eine Fachkraft plus eine Hilfskraft: rund 6.500 Euro inklusive Arbeitgeberanteil.
- Wareneinsatz für rund 800 Essen: etwa 2.400 Euro.
- Energie, Reinigung und Wartung: rund 600 Euro.
- Laufende Kosten zusammen: rund 9.500 Euro.
Zahlen die Mitarbeitenden je 3 Euro pro Essen, kommen etwa 2.400 Euro wieder herein. Für das Unternehmen bleibt ein Zuschuss von rund 7.000 Euro pro Monat, das sind etwa 9 Euro pro ausgegebenem Essen. Die einmalige Einrichtung der Küche ist dabei noch nicht eingerechnet.
Variante Verpflegungsautomat (pro Monat)
- Strom: rund 20 bis 50 Euro.
- Standortgebühr: 250 Euro bei unter 100 Nutzungen pro Tag.
- Reinigungspauschale: 99 Euro.
- Kosten für das Unternehmen zusammen: rund 370 bis 400 Euro.
Die Produkte zahlen die Mitarbeitenden beim Kauf, eine Anfangsinvestition entfällt und Personal wird nicht gebraucht. Unterm Strich stehen in diesem Beispiel rund 7.000 Euro Zuschuss für die Kantine etwa 400 Euro planbaren Kosten für den Automaten gegenüber, bei einer Versorgung rund um die Uhr.
Wichtig: Alle genannten Beträge sind Orientierungspreise. Die tatsächlichen Konditionen hängen von Standort, Frequenz und Sortiment ab und werden individuell festgelegt.
Warum der Vergleich meist klar ausfällt
Der größte Unterschied liegt nicht in einem einzelnen Posten, sondern in der Struktur. Eine Kantine bindet hohe Fixkosten, die auch dann anfallen, wenn kaum jemand vor Ort isst. Ein Verpflegungsautomat verursacht nur wenige laufende Kosten und versorgt den Standort trotzdem rund um die Uhr, auch im Schicht- und Nachtbetrieb. Für Unternehmen ohne wirtschaftlich tragfähige Kantine ist der Automat damit die deutlich planbarere Lösung.
Was im Sortiment steckt
Günstiger heißt nicht schlechter. Im Automaten stecken viele regionale und lokale Produkte sowie eine große Auswahl an Bio-Produkten, ergänzt um weitere Artikel in guter, ausgewählter Qualität. Dazu warme Convenience-Gerichte mit Mikrowelle, Getränke und Kaffee. Einen Überblick gibt unsere Produktübersicht.
Häufige Fragen
Ist ein Verpflegungsautomat wirklich günstiger als eine Kantine?
In den meisten Fällen ja, weil die Produkte von den Nutzenden bezahlt werden und kein eigenes Personal und keine Küche nötig sind. Für das Unternehmen bleiben nur wenige, planbare Posten.
Welche laufenden Kosten kommen auf uns zu?
Als Orientierung: Strom mit rund 20 bis 50 Euro, eine Standortgebühr von 250 Euro pro Monat bei unter 100 Nutzungen pro Tag und eine Reinigungspauschale von 99 Euro pro Monat. Die genauen Konditionen legt Local Life individuell pro Standort fest.
Lohnt sich der Wechsel auch für kleine Standorte?
Oft ja. Entscheidend ist die tägliche Nutzung, nicht die reine Mitarbeiterzahl. Gerade bei geringer Auslastung wird eine Kantine schnell unwirtschaftlich, während der Automat schlank bleibt.
Fazit
Wer die reinen Zahlen vergleicht, sieht schnell: Eine Kantine ist teuer und schwer planbar, ein Verpflegungsautomat ist schlank und transparent. Den vollständigen Überblick über Modelle und Ablauf finden Sie im Leitfaden zur Mitarbeiterverpflegung ohne Kantine.
Möchten Sie wissen, wie der Vergleich für Ihren Standort konkret aussieht? Sehen Sie sich unsere Automatenlösungen an oder stellen Sie eine unverbindliche Anfrage.

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